Die aktuellen Werte
Im September 2026 liegt der Strompreis für Neukunden je nach Erhebung zwischen rund 24 und 30 ct/kWh. Verivox nennt 24,8 ct/kWh bei 4.000 kWh Jahresverbrauch (Stand 14.09.2026), StromAuskunft für 3.500 kWh und 6.355 Städte 29,85 ct/kWh (Stand 21.09.2026). Der Unterschied kommt vom Verbrauch, von der Bonusverrechnung und von der Auswahl der Tarife.
Bestandskunden zahlen im Schnitt rund 31 ct/kWh, die Grundversorgung liegt bei etwa 42,8 ct/kWh. Über alle Haushalte gemittelt ergibt das rund 37 ct/kWh.
Warum Ihr Preis abweicht
Netzentgelte sind regional verschieden, und sie machen rund ein Viertel des Preises aus. Zwischen der günstigsten und der teuersten Stadt liegen laut StromAuskunft aktuell 15,31 ct/kWh, das sind gut 60 Prozent Unterschied.
Dazu kommt der Grundpreis. Zwei Tarife mit identischem Arbeitspreis können sich um 40 Euro im Jahr unterscheiden, wenn der eine 8 Euro und der andere 11 Euro im Monat verlangt. Bei niedrigem Verbrauch fällt der Grundpreis stärker ins Gewicht als der Arbeitspreis.
Was das in Euro bedeutet
Ein Haushalt mit 3.500 kWh zahlt bei 24 ct/kWh rund 840 Euro im Jahr, bei 42,8 ct/kWh etwa 1.498 Euro. Die Differenz von rund 650 Euro ist der Grund, warum sich der Vergleich überhaupt lohnt.
Diese Rechnung enthält den Arbeitspreis, nicht den Grundpreis. Im Rechner sehen Sie stattdessen die Gesamtkosten für das erste Jahr, das ist die ehrlichere Zahl.
Wohin die Preise laufen
Für 2026 sinken die Preise in fast allen Orten, weil die Bundesregierung die Übertragungsnetzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro bezuschusst. Gleichzeitig steigen einzelne Umlagen, etwa die Offshore-Netzumlage auf 0,941 ct/kWh.
Prognosen für die nächsten Monate sind unsicher. Verlassen Sie sich lieber auf eine Preisgarantie im Vertrag als auf eine Vorhersage.
Den eigenen Preis nachrechnen
Nehmen Sie die letzte Jahresabrechnung und teilen Sie den Gesamtbetrag durch die verbrauchten Kilowattstunden. Heraus kommt Ihr tatsächlicher Preis je kWh, inklusive Grundpreis. Genau diese Zahl gehört neben das Angebot im Rechner, alles andere führt in die Irre.
Liegt Ihr Wert über 35 Cent, zahlen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zu viel. Zwischen 30 und 35 Cent lohnt der Blick auf die Restlaufzeit. Unter 28 Cent sind Sie im aktuellen Markt gut unterwegs.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Arbeitspreis und Grundpreis?
Der Arbeitspreis wird pro verbrauchter Kilowattstunde berechnet, der Grundpreis fällt monatlich an, unabhängig vom Verbrauch. Beides zusammen ergibt Ihre Jahreskosten.
Warum ist Strom in Hamburg teurer als in Bayern?
Netzentgelte werden regional festgelegt. Nach dem Bundesländervergleich von StromAuskunft sind Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Bayern derzeit am günstigsten, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und das Saarland am teuersten.
Lohnt sich ein Wechsel bei geringem Verbrauch?
Auch dann, aber achten Sie besonders auf den Grundpreis. Bei 1.500 kWh entscheidet er oft mehr über die Jahreskosten als der Preis pro Kilowattstunde.
Quellen
- Verivox Strompreisentwicklung, Stand 14.09.2026
- StromAuskunft.de, Strompreise, Stand 21.09.2026
- Strom-Report, Stand September 2026
